Ab ans Meer: SYLT

Ja ich weiß es gibt nix zu beschweren, wenn es endlich mal Sommer ist und heiß, aber ich bin halt eher so der nordische Typ und hab  deswegen meinen Besuch in Sylt sehr genossen. Es war soo herrliches Wetter, sonnig und windig, genau wie ich es liebe. Habe den ganzen Tag nur am superschönen Strand gesessen, gelesen, abends gefeiert und mich dabei bombig erholt. Schade, das Air Berlin nur samstags direkt anfliegt, sonst könnte man einfach mal ab und an für drei Tage kurz dorthin entschwinden.

Bye bye Sylt, bis bald hoffentlich….

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Dresden – Dublin und zurück

Neulich musste ich geschäftlich erst nach Dresden, dann weiter nach Dublin. Die Termine lagen zeitlich günstig und so dachte ich, klasse, kleine Auszeit. Ich sah mich morgens im Hotel ausschlafen, danach ein bisschen Stadtbummel, Kaffee trinken und natürlich auch was Kulturelles, alles super.
Was soll ich sagen? Mit der Bahn von Nürnberg nach Dresden, oh Mann das dauuuuert und es gab nicht einmal ein Bordrestaurant!!! Boah, aber als Optimist lass ich mich doch von so was nicht unterkriegen. Ausgehungert, nach viereinhalb Stunden Fahrt und einer zusätzlichen halben Stunde Verspätung war ich dann abends um acht endlich in Dresden, todmüde und habe nur noch im Hotel gegessen, nicht wirklich prickelnd.
Ausschlafen am nächsten Tag war auch nicht, weil eine Gruppe Italiener morgens um halb sieben vor meinem Zimmer irgendwas ausdiskutieren mussten (Wahrscheinlich die zuhause vergessenen Regenschirme, hihi). Okay, also raus aus den Federn. Der Blick aus dem Fenster: Schock. Der Regen vom Vorabend hatte sich in Dauerregen verwandelt oder sagen wir es wie es wirklich war: es sah aus als käme die nächste Sintflut. Sieht man auf den Bildern nicht, aber es war so schlimm, das man kaum Bilder machen konnte.

Natürlich bin ich trotzdem raus, man lässt sich doch vom Wetter nicht den Tag versauen. Schnell ein kurzes Pano. Danach musste ich meinem Schirm hinterher rennen, der sich aus Frust über Wind und Regen in die Elbe stürzen wollte.

Also dann jetzt der kulturelle Teil: klatschnass ging ich in die Ausstellung „Anemophile“ in der Städtischen Galerie. Dort stieg meine Laune wieder, denn die Exponate von Veit Hofmann sind  bunt und fröhlich und passen so toll in das wunderschöne Treppenhaus, das ich das Wetter draussen vergessen habe. Außerdem gibt es dort einen ziemlich gut bestückten Shop in der Galerie und ich liebe Museumsshops.

10 Minuten draussen und ich war wieder klatschnass. Da shoppen für mich bedeutet, durch Strassen mit schönen, individuellen Geschäften zu bummeln und nicht durch ein Einkaufszentrum, musste dieser Teil ausfallen. Also lieber Kaffee trinken.
Aber frag mal bei Sauwetter Passanten auf der Strasse nach einem schönen Café. Da kann man froh sein, überhaupt eine Antwort zu bekommen.

Doch plötzlich, nach einigen Caféenttäuschungen, sah ich in einer Strasse einen schönen Blumenladen und gleich gegenüber ein Café. Tante Leuk, lustiger Name. Und es sieht hübsch aus. Juhu. Also nix wie rein.

Warm, gemütlich, nette Leute, schöne Kuchenauswahl, sooo stell ich mir ein Café vor.

Es duftete herrlich nach Kaffee und ich bestellte mir einen veganen Kirschkuchen. Während ich den übrigens sehr leckeren Kuchen futterte, fand ich heraus, das man die Tassen mit den Tiermotiven kaufen kann und so wanderte wieder einmal ein Eseltier in meinen Besitz über.
Und da es sich weder wettertechnisch noch zeitlich lohnte, nach weiteren „Sehenswürdigkeiten“ in Dreden zu schauen, blieb ich im Tante Leuk sitzen und genoss weiter, diesmal Bananenkuchen und frischen Ingwertee. Schön. Ich leider nicht, das Wetter hatte ganze Arbeit geleistet und ich tauchte ziemlich zerrupft bei meinem Termin auf.

Um Mitternacht war ich in Dublin angekommen bei Regen, Wind und Kälte. Umso mehr war ich positiv überrascht, als am nächsten Morgen die Sonne schien. Es war zwar immer noch eisig kalt, aber ich war happy. Mein Termin war erst nachmittags, also hatte ich diesmal Zeit rumzubummeln und ein wenig die Stadt zu erkunden. Morgens war es noch so kalt, dass die Holzpromenade, die durch die ganze Stadt an der Liffey entlangführt, spiegelglatt war und ich beinahe hingefallen wäre. Mein Geschlitter hat sicher lustig ausgesehen, ich musste jedenfalls mehrmals über Andere grinsen, die mit rudernden Armen vor mir liefen. Die Möwe sicher auch.

Es gibt in Dublin einige sehr schöne Cafés, aber Essen gehen ist für mich als Veggie eher schwierig, da das Essen schon ziemlich deftig ist. Very Wurstlastig. Da ich nicht viel Zeit zum Suchen hatte, bin ich mittags  in einem kleinem, italienischen Lokal gelandet und habe mich dort mit warmem Bruschetta gestärkt und aufgewärmt. Umso mehr habe ich mich dann auf dem Rückweg zum Hotel über das Woolen Mills gefreut, das direkt am Fluß liegt und in dem man essen und Kaffee trinken kann. Gegessen hatte ich zwar schon, aber die Kuchen sind fantastisch und so verbrachte ich dort noch eine warme, gemütliche und leckere Stunde bei Kaffee und einem Stück Zitronen-Johannisbeerkuchen mit Brombeer- Zitronentopping.

Dublin ist bunt und dunkel, schräg und ganz anders als deutsche Städte. Von der Größe, dem Alter und der Einwohnerzahl kann man es ungefähr mit Nürnberg vergleichen, aber die Stadt hat Seiten, die ich in Deutschland nicht kenne. Es gibt noch Straßen und Viertel in denen man deutliche Spuren des Zeitalters der Industrialisierung sieht und das finde ich total spannend, auch wenn ich mich bei der nächtlichen Taxifahrt zum Hotel ein bisschen gegruselt habe, weil mir die Stadt so unheimlich und finster erschien. Auch bei uns in Nürnberg sind Burg, Kirchen und Häuser aus dem Mittelalter, die Geschichte erzählen. Aber die alten Fabrikgebäude aus dem 19. Jahrhundert wurden und werden bei uns immer noch zerstört oder Baufirmen übergeben, die dann daraus ein „Loftwohnen in der City“ machen und dabei den ganzen Charme dieser Häuser zerstören. Wahrscheinlich existieren sie in Dublin auch nur noch, weil das Geld fehlt, aber noch sind dort viele Strassen deutlich von dieser Zeit geprägt. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die Leute mit denen ich zusammengetroffen bin. Schon eher rauh, aber sehr selbstbewusst und herzlich und deswegen möchte ich im Sommer unbedingt noch mal hinfliegen und dort ein paar Tage verbringen.

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München: petit déjeuner im Café Marais

Vor drei Jahren war ich das erste Mal im Café Marais . Ich war zu Besuch bei meiner Freundin Christine und wir überlegten, wo wir frühstücken gehen könnten. Da ich erst einige Tage vorher aus Paris zurück gekommen war, schlug sie das Marais vor, `damit ich mich wieder besser akklimatisieren könnte´. Das war eine tolle Idee, denn ich finde es ist ein ganz wunderbares Café und gehe auch heute noch bei jedem Besuch in München dort hin. Es liegt auf der Schwanthalerhöhe, dem Münchner Westend,  ganz in der Nähe der Theresienwiese. Das Marais ist immer recht gut besucht (sonntags empfiehlt es sich deswegen zu reservieren) und mir gefällt, das man dort nicht nur  Szenehippster, sondern ein gemischtes Publikum sieht. Die Bedienungen  sind total nett und auch mit meinem Hund fühle ich mich immer willkommen. 

Das Café war früher mal ein Bekleidungsgeschäft mit fantastischen, alten, deckenhohen Schubladenschränken für die man heute ein Vermögen bezahlen müsste, aber hier waren sie eben schon da und sorgen jetzt für diese gemütliche schöne Atmosphäre.

Die Freundin ist spät dran?  Völlig egal, denn hier kann man sich mit seinem Kaffee in der Hand auch bestens alleine unterhalten, indem man all die netten Kleinigkeiten in Augenschein nimmt, die es zu entdecken gibt.

Besonders begehrt sind die Plätze in den ehemaligen Schaufenstern, vielleicht weil man so das Café und gleichzeitig die Außenwelt gut im Blick hat?

Die riesige Uhr ist übrigens ein echt altes Stück.

Der Anblick der Kuchen spricht wahrscheinlich für sich selbst, aber trotzdem gut zu wissen, das alle hausgebacken sind. Auch die Paninis und anderen kleinen Gerichte sind sehr lecker.

Mein Blick auf die Kaffeemaschine, hier leider nicht so gut zu sehen, aber so eine hätte ich auch gerne.

Blick von der Theke in den rechten Teil des Marais, etwas versteckt hinter den bunten Kaffeebechern.

Die Mischung machts: die Ware, die hier auch einen großen Teil der Dekoration des Cafés ausmacht, ist eine gelungene Mischung aus Süßigkeiten, feinen Lebensmitteln, Antiquitäten, Karten, Schmuck, Mobiliar und Geschirr. Alles sieht verlockend aus und ist so liebevoll arrangiert, das ich jedes Mal ein paar Mitbringsel für Freunde mitnehme.

Der Hof, wie ich mir einen typischen Hinterhof in einem alten Münchner Arbeiterviertel vorstelle. Hier kann man bei schönem Wetter vollkommen in Ruhe sitzen und Kaffee trinkend den Vögeln zuhören oder Zeitung lesen.

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Wochenmarkt Platnersberg / Nürnberg

Seit wir mal auf dem kleinen Wochenmarkt am Platnersberg in Erlenstegen waren, lieben wir diesen Ort und geben uns dort gerne der Illusion hin, gerade im Urlaub zu sein. Hier kann man wunderbar entspannt Kaffee trinken im Caffe-con-Moto, einem bis ins Detail liebevoll zur Cafebar umgebauten VW Bus. Es gibt dort neben Kaffeespezialitäten sehr leckeres Gebäck und auch immer ein warmes, deftiges Gericht. Daneben bieten in der schönen, alten Parkanlage unter den großen Bäumen regionale Händler ein breit gefächertes Sortiment frischer Lebensmittel an. Man bekommt hier fast alles was man für ein Essen braucht.

Es gibt handgemachten Biokäse in großer Auswahl, frischen Fisch, Fleisch und Wurstwaren, Geflügel, Obst und Gemüse, Biobackwaren, Milchprodukte, Honig, Marmelade und auch Blumen.

Es ist wunderbar: wir kaufen ein, quatschen dazwischen mit netten Leuten bei Kaffee oder einem Gläschen Sekt, unser Einkaufskorb füllt sich stetig, die Kinder schlecken Eis und der Hund dreht glücklich seine Runden.

Jippie – so schön und leicht kann das Leben mitten in der Stadt sein.

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Das Café ist der Treffpunkt für alle auf dem Markt, auch die Händler selbst trinken dort gern ihren Kaffee.

Sicherlich ein sehr schöner Arbeitsplatz, vor allem bei warmen Temperaturen.

Und auch für richtig Hungrige gibt es wöchentlich wechselnd was Feines: Antipasti, Eintöpfe und  Suppen.

Beim Blumenstand können wir  auch nie vorbei gehen ohne  einen schönen Strauß mit heimzunehmen.

Der Käsestand Reimehof hat ganz wunderbaren Biokäse in einer tollen Auswahl, alles handgemacht. Und besseren Quark und Joghurt als hier findet man nirgendwo.

Energie und gute Laune nehmen wir satt und glücklich mit. Ciao, schön wars, bis nächste Woche dort vielleicht.

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